Natur am Brotjacklriegel

Bäuerliche Kulturlandschaft und Wald-Wildnis

Zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald und dem auf tschechischer Seite angrenzenden Nationalpark Šumava sowie dem Landschaftsschutzgebiet Šumava gehört der Naturpark Bayerischer Wald zu einer in Europa einzigartigen Großschutzgebietsregion.

Kaum ein anderer Naturpark bietet eine ähnliche Vielfalt: Von den Donauauen über die Blumenwiesen des Vorwaldes bis hin zu den Hochlagen-Fichtenwäldern und den Hochmooren an der tschechischen Grenze reicht das Spektrum. Viele anderswo längst verschwundene Tier- und Pflanzenarten finden hier noch Rückzugsgebiete. Auerhuhn, Luchs und Fischotter, aber auch botanische Kostbarkeiten wie die Holunderorchis oder der Böhmische Enzian kommen hier noch vor...

Die Landschaft um den Brotjacklriegel gehört mit zu den abwechslungsreichsten im gesamten Naturparkgebiet. Wegen ihrer Biotop- und Artenausstattung ist sie nicht nur für den bayernweiten, sondern auch für den europäischen Naturschutz von Bedeutung.

Der Schutz der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen ist ein erklärtes Ziel der Europäischen Union.

Diese Arten und Lebensräume sollen als europäisches Naturerbe auch für künftige Generationen erhalten werden. Die Basis dafür ist neben der Europäischen Vogelschutzrichtlinie die 1992 beschlossene Fauna-Flora Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie genannt. Umgesetzt werden soll diese Richtlinie durch die Schaffung des EU-weiten, länderübergreifenden ökologischen Netzwerkes "Natura 2000".